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Zero-Click-Angriffe: Die unsichtbare Gefahr

Aktualisiert: 24. Nov. 2025

Warum iPhone-User jetzt handeln müssen!


Ein Angriff, ohne dass man etwas anklicken muss? Geht das überhaupt?

Die erschreckende Antwort: Ja, das geht.


Zero-Click-Angriffe gehören zu den gefährlichsten Cyberattacken unserer Zeit und aktuell haben sie es sogar in die Schlagzeilen geschafft. Denn über eine Sicherheitslücke in WhatsApp und Apple iOS konnten Angreifer unbemerkt auf iPhones und Macs zugreifen und das ohne Zutun der Nutzer:innen.


Wir erklären, was dahintersteckt, wie Sie sich jetzt schützen können und warum das Thema auch in Zukunft relevant bleibt.


Was ist ein Zero-Click Angriff?


Die klassischen Cyberangriffe sind interaktiv: Man klickt auf einen schädlichen Link, öffnet einen Anhang, lädt eine Datei herunter - Man tut etwas.


Beim Zero-Click-Angriff genügt aber schon der Empfang einer manipulierten Nachricht oder eines automatischen Synchronisationsbefehls, um das System zu kompromittieren. Denn die Schadsoftware nutzt Schwachstellen im Hintergrund, ohne dass man etwas öffnen muss.


Sicherheitsforscher beschreiben Zero-Click Exploits als die „Königsklasse“ der Angriffe, da sie kaum Spuren hinterlassen und oft nur gezielt gegen Einzelpersonen eingesetzt werden.


Der aktuelle Fall: WhatsApp & Apple im Visier


Durch Sicherheitslücken in WhatsApp und dem Betriebssystem von Apple konnten unbekannte Hacker in einer koordinierten und hoch entwickelten Attacke mehrere iPhones und Macs mit Spionagesoftware infizieren. Der Angriff erfolgte über WhatsApp mit einer Bilddatei und reichte aus, um die volle Kontrolle über die Geräte zu erlangen.


Meta und Apple haben die Sicherheitslücken inzwischen geschlossen, doch die Angriffe blieben über 90 Tage unentdeckt und betrafen weltweit weniger als 200 Personen. Da Zero-Click-Attacken meist zielgerichtet an Einzelpersonen erfolgen, ist das keine Überraschung. Trotzdem ist es wichtig, dass Apple-Nutzer:innen jetzt handeln!



Was sollten Sie jetzt tun?


Nutzer:innen von iPhones, iPads und Macs wird dringend empfohlen, sowohl WhatsApp als auch das Betriebssystem ihrer Apple-Geräte auf die neueste Version zu aktualisieren!


Im App-Store finden Sie die neueste Version des Messangers und in Ihren Apple-Einstellungen die aktuellen Systemupdates (Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate).


Meta hat potenziell Betroffene direkt informiert. Sollten Sie eine Benachrichtigung erhalten haben, ist ein Reset auf die Werkseinstellungen mit anschließendem Neuaufsetzen des Geräts ratsam.


Sicherheitstipps für die Zukunft


Damit Sie in Zukunft besser geschützt sind, sollten Sie folgende Punkte beachten:


  • Updates sind Ihre erste Verteidigungslinie:

    Aktivieren Sie automatische Updates, damit künftige Sicherheitslücken ohne Verzögerung geschlossen werden.


  • Sicherheitsfunktionen nutzen:

    Nutzen Sie den Lockdown-Modus bei Apple, 2FA und schränken Sie App-Berechtigungen ein.


  • Regelmäßige Neustarts:

    Viele Malware-Varianten verschwinden nach einem Reboot.


  • Verhalten beobachten:

    Ein ungewöhnlicher Akkuverbrauch, Hitze oder ein langsames System können Alarmzeichen sein.


  • Professionelle Hilfe anfordern:

    Bei Verdacht auf Infektion oder wenn sensible Daten geschützt werden müssen, sollten Sie auf Profis vertrauen.


Warum Zero-Click auch in Zukunft relevant bleibt


Zero-Click-Angriffe sind leider nicht nur ein Einzelfall im Zusammenhang mit WhatsApp, sondern zeigen einen generellen Trend in der Cybersicherheit.


  • Steigende Komplexität:

    Angriffe werden immer ausgefeilter. Kriminelle Gruppen und staatliche Akteure investieren viel in Zero-Day- und Zero-Click-Exploits.


  • Zunehmende Zielgruppe:

    Während jetzt noch Aktivist:innen, Journalist:innen und politisch relevante Personen im Fokus stehen, könnten solche Methoden künftig auch Unternehmen oder Privatpersonen treffen.


  • Hoher Preis, hoher Nutzen:

    Zero-Click-Exploits sind teuer in der Entwicklung, aber auch extrem effektiv, weshalb sie von professionellen Angreifern besonders geschätzt werden.


  • Kaum Erkennungsmöglichkeiten:

    Weil kein Klick notwendig ist, fehlen klassische Alarmsignale. Damit steigt die Bedeutung von präventivem Schutz (Updates, starke Systeme, Sicherheitsbewusstsein).


  • Digitale Abhängigkeit:

    Mit jedem Jahr verlassen wir uns mehr auf Smartphones. Sie speichern Bankdaten, Gesundheitsinfos, private und berufliche Kommunikation. Damit wird jedes Sicherheitsleck zu einem potenziellen Risiko für unser gesamtes digitales Leben.


Fazit: Unsichtbar, aber nicht unbesiegbar


Zero-Click-Angriffe eröffnen Kriminellen und Spionageakteuren Zugänge, die man nicht einmal bemerkt. Aber das Gute: Mit schnellem Update-Verhalten, bewussten Sicherheitsvorkehrungen und digitaler Achtsamkeit lässt sich die Angriffsfläche deutlich reduzieren.


Wichtig ist, dass Sie wachsam bleiben, sich informieren und Warnungen ernst nehmen. Cyber-Security ist kein Thema, das man 2025 ignorieren oder als „unwichtig“ abtun sollte.


Wenn Sie Fragen zum Thema haben oder sich mit uns austauschen möchten, kontaktieren Sie uns gerne!


Auf unserem Blog finden Sie auch einen spannenden und informativen Beitrag über unsere vier Modelle zur IT-Analyse.






Quellenverzeichnis:


 
 
 

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